Biographie

Der mit dem Grammy Award ausgezeichnete Bariton Elliot Madore hat sich als einer der gefragtesten und versiertesten Sänger seiner Generation etabliert. Mit seinem Gesang und seiner Bühnenpräsenz („robust singing and take-no-prisoners acting“ The New York Times; „exquisite vocal beauty“ Opera News; „movie star good looks“ Merkur) gelingt es dem Kanadier, das Publikum weltweit zu begeistern. Mit gerade einmal 32 Jahren steht Elliot Madore bereits ein gutes Jahrzehnt auf den Bühnen der grossen Opernhäuser und Orchester Europas, der Vereinigten Staaten, Asiens und Kanadas. Die Saison 2019-2020 beginnt Madore mit einem Hausdebüt. Er singt Carmina Burana zusammen mit dem National Symphony Orchestra im Kennedy Center unter der Leitung von Musikdirektor Gianandrea Noseda. Danach kehrt er für die Titelrolle in Don Giovanni an die Florida Grand Opera zurück. Im Januar tritt er erneut an der Metropolitan Opera auf, diesmal als Schaunard in La bohème. Darauf folgt sein Debüt an der Calgary Opera in der Rolle des Harlekins in Ariadne auf Naxos. Weitere Debüts in der Saison 2019-2020 sind Carmina Burana mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Leitung von Alain Altinoglu sowie Konzerte mit der Cincinnati Symphony – El Niño von John Adams unter Leitung von John Adams sowie Estevez’ Cantata Criolla unter der Leitung von Juanjo Mena.

In der vorhergehenden Saison sang der junge Bariton ein weiteres Mal in der John Adams-Oper Girls of The Golden West, wofür er an die Dutch National Opera zurückkehrte. Uraufgeführt wurde das Stück 2017/2018 an der San Francisco Opera. Erneut trat er auch am Opernhaus Zürich auf, diesmal in Andreas Homokis Neuproduktion von Sweeney Todd, in der Madore als Anthony Hope auf der Bühne zu sehen war. In der Rolle des Figaro in Il barbiere di Siviglia debütierte er an der Manitoba Opera. Ausserdem sang er Carmina Burana am Kalamazoo Bach Festival, mit der Kitchener-Waterloo Symphony sowie zusammen mit der Colorado Symphony, ein Stück, das er zuvor bereits unter anderem mit dem Cleveland Orchestra aufgeführt hatte.

In der Spielzeit 2017/2018 kehrte der Kanadier an die San Francisco Opera zurück, um an der Weltpremiere von John Adams’ Stück Girls of the Golden West aufzutreten. Erneut sang Madore ausserdem am Opernhaus Zürich, in der Saison 2017/2018 in der Rolle des Germano in La scala di seta. Die Spielzeit beinhaltete einige Debüts für Madore: So als The Le chat/ L’horloge comtoise in L’enfant et les sortileges mit der Berliner Philharmonie unter Leitung von Seiji Ozawa, in Pelléas et Melisande mit der Bremer Kammerphilharmonie unter Leitung von Mirga Gražinyte-Tyla sowie als Papageno mit der Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel. Gegen Ende der Saison kehrte er an das Tangelwood Music Festival zurück, wo er mit dem Boston Symphony Orchestra Bernsteins Songfest sang.

An der Bayrischen Staatsoper debütierte Madore in der Saison 2016/2017 in der Rolle des Pelléas in einer Neuproduktion der Oper Pelléas et Melisande am Prinzregententheater. Als Pelléas trat er auch an der Croation National Opera in der berühmten Inszenierung von Stéphane Braunschweig auf, sowie mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst in einer voll inszenierten Yuval Sharon-Produktion, ebenso wie am Opéra-Théâtre de Limoges, und mit dem Sydney Symphony Orchestra unter Charles Dutoit. In einem Rollendebüt als Lysander stand Madore in der Original-Barockfantasie The Entchanted Island an der Metropolitan Opera auf der Bühne, dies unter Leitung von William Christie. Ebenfalls an der Metropolitan Opera sang er als Novices Freund in Billy Budd als Teil des Lindemann Young Artist Development Program. Seither war er an der Metropolitan Opera unter anderem als Figaro in The Barber of Seville sowie als Mercutio in einer Neuproduktion von Roméo et Juliette unter Leitung von Gianandrea Noseda zu sehen, die weltweit in HD ausgestrahlt wurde. Sein Rollendebüt als Anthony in Sweeney Todd hatte Madore an der San Francisco Opera, während er als Harlekin in Ariadne auf Naxos unter Musikdirektor Kirill Petrenko an die Bayerische Staatsoper zurückkehrte – unter anderem mit Auftritten in München und am Théâtre des Champs-Elysées in Paris. Die Saison 2016/2017 beinhaltete zudem folgende Debüts: an der Lyric Opera of Kansas City als Belcore in L’elisir d’amore, als Reinaldo Arenas an der Florida Grand Opera in Jorge Martins Stück Before Night Falls, und an der Santa Fe Opera als Mercutio in einer Neuproduktion von Roméo et Juliette unter Dirigent Harry Bicket. Ausserdem debütierte er an der Dutch National Opera als Prince Hérisson de Porc-Epic in Laurent Pellys neuen Produktion von Chabriers L’étoile, die zudem für DVD aufgenommen wurde.

2012 hatte Madore sein Operndebüt in Europa und zwar am Glyndebourne Festival in einer Neuproduktion von L’heure espagnole in der Rolle des Ramiro sowie als Le chat/ L’horloge comtoise in L’enfant et les sortileges unter Regisseur Laurent Pelly und Dirigent Kazushi Ono. In denselben Ravel-Stücken war er ausserdem am Saito Kinen Festival unter Dirigent Seiji Ozawa sowie Regisseur Laurent Pelly zu hören. Die Produktion gewann einen Grammy Award für Best Opera Recording. Bei den Salzburger Festspielen debütierte der Bariton als japanischer Gesandter in der Konzertversion von Strawinskys Le rossignol unter Ivor Bolton zusammen mit dem Mozarteumorchester Salzburg. In der Rolle des Harlekins sowie als Musiklehrer in Ariadne auf Naxos konnte er unter der Leitung von Christoph von Dohnányi am Tanglewood Festival gesehen und gehört werden. Ans Glyndebourne Festival kehrte er 2014 zurück, um das Publikum als Don Giovanni in Mozarts gleichnamigen Stücks zu begeistern – eine Rolle, die er seither ebenfalls unter anderem an der Opera Philadelphia, dem Opera Theatre of Saint Louis sowie am Tanglewood Festival unter James Levine sang. 2012-2014 war Madore Teil des Ensembles des Opernhaus Zürich, wo er als Valentin in einer Neuproduktion von Faust, als Guglielmo in Così fan tutte unter Leitung von Tomas Netopil, als Schaunard in La bohème unter Nello Santi, als Andrei in einer Neuproduktion von Peter Eötvös’ Drei Schwestern sowie als Silvio in Pagliacci zu sehen war. Zudem trat er als Silvano in Un ballo in maschera und als Harlekin in Ariadne auf Naxos unter Leitung von Fabio Luisi auf.

2015 sang der junge Bariton im Eröffnungskonzert der neuen Halle der Philharmonie de Paris mit Les Arts Florissants als Adario in Rameaus Les Indes galantes unter Dirigent William Christie. Sein Debüt mit der Baltimore Symphony hatte Madore als Marin Alsop in Carmina Burana, ausserdem sang er unter Charles Dutoit zusammen mit dem Orchestre de la Suisse Romande in L’heure espagnole und L’enfant et les sortileges. Das erste Mal zusammen mit dem Houston Symphony Orchestra trat der Kanadier in Carmina Burana unter Musikdirektor Andrés Orozco-Estrada auf. Des Weiteren war er bei einem Liederabend am Cleveland Art Song Festival und mit Music Toronto zu hören, das durch CBC ausgestrahlt wurde. Unter anderem in New York, Winnipeg und Philadelphia konnte man den Bariton ebenfalls bei Liederabenden hören. Sein Liederabend-Debüt an der Carnegie Hall hatte Madore 2012 in der Weill Recital Hall als Teil der Marilyn Horne The Song Continues Serien. Zusammen mit der Edmonton Symphony sang er Opernarien und Lieder. Sein kanadisches Liederabend-Debüt hatte er am National Arts Centre, das aufgenommen und in der CBC Radioserie “Next! Canada’s Music Future” ausgestrahlt wurde.

Nebst den Metropolitan Opera National Council Auditions gewann Madore den 2010 George London Award for a Canadian Singer der George London Foundation. Ausserdem war er Finalist in der 2010 Eleanor McCollum Competition for Young Singers in Houston und er erhielt den ARIAS Emerging Young Artist Award der Opera Canada. Des Weiteren war er Gewinner der 2009 Palm Beach Vocal Competition. Elliot Madore graduierte am Curtis Institute of Music, wo er unter Marlena Malas studierte.